30. September 2006:
12. Altburger Volkslauf

TSV Schwarzenberg —
Abteilung „Kartoffelchips-Mümmler“

Na endlich. Pünktlich zum gefühlten Herbstanfang ist nun auch das Sommerlaufloch wieder vorbei. Nach mehreren Wochen Wettkampfpause in der Laufserie des Alb-Nagold-Enz-Cups wurde es am vergangenen Samstag, den 30. September 2006, wieder gefüllt. Gleich sechs „Reute-Läufer“ des TSV Schwarzenberg hatten sich auf die Socken gemacht, um beim 12. Altburger Volkslauf die grell-orangenen Vereinsfarben zu vertreten.

Unter ihnen hätte Fred einen Altbekannten begrüßen können. Doch Patcys bester Ehemann von allen hatte sich noch am selben Tag gen Osten abgesetzt, nach Jena bei Bad Köstritz(„-er“). Also dorthin, wo unser ehemaliger Fußballfreund Torsten Demel einer Quelle ganz nahe ist, die ja auch hier zu Ländle so manch ein „Prost“ entlockt.

Unser Altbekannter konnte also „nur“ von fünf TSV-lern umarmt und mit fünf Blumensträußen begrüßt werden. Doch zugegeben, natürlich ging es nicht ganz so herzhaft zur Sache. Aber ist es nicht schön, dass unsere Koryphäe des Laufsports, Werner, nach seinen Verletzungssorgen wieder voll auf die Zähne beißen kann und sogar als Zeichen seiner Genesung ökologisch korrekt mit dem Radl anreisen konnte? Nun können sich nämlich wieder andere Athleten die Zähne an ihm ausbeißen. Beispielsweise die sieben der neun Läufer, die ihm in seiner Altersklasse nicht das Wasser reichen konnten. Herzlichen Glückwunsch zu diesem zweiten Platz!

Wasser war jedoch angebracht, um die 2 x 5 km lange Strecke von Altburg aus über Weltenschwann und Speßhardt hinter sich zu bringen. Denn der Herbst hatte noch ein Einsehen gehabt und wir konnten diesen Rundkurs bei eitlem Sonnenschein durchlaufen. Jedoch war der lange Anstieg von Speßhardt hinauf nach Altburg ziemlich kräftezehrend. Gut also, dass wir kurz vor der Wendetonne, also zur Halbzeit ohne Pause, zum Wasserbecher greifen konnten.

Aber noch besser ist es bestimmt, wenn sich dieser Bericht in Grenzen hält. Nämlich jetzt gleich, oder? Schließlich bekam einer der Mitläufer am selben Tag, an dem er sich auch Stunden später an diesen Bericht wagen sollte, Damenbesuch. Ein seltener Besuch, aber dafür mit Buch. Der Ich-Erzähler in diesem Roman ist eine Siamkatze mit dem unwiderstehlichen Namen „Sissi“ — der Mitläufer unbekannten Namens kann deshalb nicht anders, als hier die Grenze zu ziehen…

Unsere Resultate des siebten und vorletzten Laufs zum Alb-Nagold-Enz-Cup unter 95 männlichen Teilnehmern:

Name Zeit Platzierung
Gesamt
Platzierung
Altersklasse
Remi 46:42 59. 8.
Werner 44:53 49. 2.
Ferdi 42:49 40. 6.
Gert 42:42 39. 8.
Jörg 42:33 38. 6.
Sissi 40:24 22. 4.


Vereinsintern konnte sich also diesmal Jörg den silbernen Lorbeerkranz aufsetzen. Respekt. Aber wehe, wenn Ferdi und Werner wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sein werden. Doch unerreichbar war mal wieder Rainer Hartmann vom SC Neubulach. Er konnte in 35 Minuten und 48 Sekunden seinen Vorjahressieg wiederholen. Sie sehen also, es liegen Welten zwischen seinen und unseren Zeiten. Einen kleinen Einblick in seine Welt wird er uns übrigens auf unserer Homepage (www.reute-lauf.de) in Form eines Fragebogens ermöglichen. Noch stehen jedoch die Fragen nicht fest. Deshalb dürfen wir alle umso gespannter auf seine Antworten sein…

Zum Abschluss dieses Super(?)kurz(!)berichts jedoch noch ein Zitat von Seite 10: „Männer, die zu Hause Pantoffeln tragen, haben kein Flair und stehen für mich auf der gleichen erotischen Stufe wie Kartoffelchips-Mümmler.“ — Und stellen Sie sich nun bitte nicht vor, dass „er“ seinem charmanten Damenbesuch tatsächlich in Pantoffeln entgegengetreten war! Wie peinlich.