Puh, kaum waren unsere Waderln wieder etwas lockerer vom Hocker, wollten wir zwei Tage nach dem Pforzheimer Citylauf einen weiteren Belastungstest durchführen. Die Teststrecke lag diesmal in Wildbad. Bereits um 10 Uhr hatte die Leichtathletikabteilung des TSV Wildbad am Sonntag, dem 1. Juli 2007, zum 6. Wildbader Thermenlauf geladen, eine Woche nach dem 5. Lauf in Bad Herrenalb im Rahmen des Alb-Nagold-Enz-Cups 2007.
Bei äußerst warmen Temperaturen, die unser verschmitztes Lächeln wohl ziemlich bald in eine eher verschwitzte Grimasse umgestalten ließ, ging es vom Sportplatz des FV Bad Wildbads — stimmt es eigentlich, dass Wildbad nächste Saison noch immer in der B-Liga spielen muss? — in den angrenzenden Kurpark hinein und wieder zurück. So hatten wir nach drei weiteren Runden 60 Kilometer in unseren Beinen. Sprich, jeweils 10,2 Kilometer schön gleichmäßig verteilt zwischen Ferdi, Remi, Sissi, Fred und Jörg.
Im Schweiße unseres Angesichts angesichts der kochend heißen Temperaturen und den zusätzlichen 200 Metern, die Ihnen nur hier auf dem Papier so harmlos vorkommen mögen, sowie unserer Teilnahme am Pforzheimer Citylauf über die fast genauso lange Distanz weniger als zwei Tage zuvor, war es kaum verwunderlich, dass wir es etwas langsamer angehen lassen mussten. Doch zum Glück ist alles relativ, wie unsere folgenden Zeiten und Zahlen zeigen:
| Name | Zeit | Platzierung Gesamt |
Platzierung Altersklasse |
|---|---|---|---|
| Remi | 45:33 | 40. | 7. |
| Jörg | 42:15 | 25. | 5. |
| Ferdi | 41:22 | 19. | 4. |
| Fred | 41:18 | 18. | 3. |
| Sissi | 40:14 | 11. | 3. |
Weitere Zahlen, die die Welt bedeuten, gefällig? Gerne. Insgesamt waren 109 Teilnehmer am Start, 25 Läuferinnen und 84 Läufer. Nur Holger Reichert und Thomas Gigl, beide von der LG Badenova, schafften es, sich in 34:46 min bzw. 36:58 min vor der ersten Frau ins Ziel zu retten. Sie heißt Katharina Becker, ist blutjung (Jahrgang 1983) und sauschnell (37:12 min) — und war beim erwähnten Pforzheimer Citylauf vor zwei Tagen die schnellste deutsche Läuferin in einer Zeit von 35:33 min. Wahnsinn, oder?
Nicht wesentlich langsamer war Dorothea Grupp vom „Team Leosport“, die sich noch wohler auf noch längeren Strecken fühlt. Sie erreichte das Ziel vor 2 x Sebastian. Ähnlich wie schon in Bad Herrenalb schaffte es Sissi auch diesmal nicht, den momentanen Trainingsrückstand von Sebastian Weiß von der Skizunft Bad Herrenalb gnadenlos auszunutzen. Doch was macht man nicht alles, um Frauen glücklich zu machen. Nämlich Sebastians Mutter. Also, mal wieder herzlichen Glückwunsch!
Aber Obacht! Dieser Lauf ist der letzte vor dem nächsten Lauf. Und der kommt bestimmt: am Donnerstagabend, 19. Juli 2007, 9. Holger-Nothacker-Gedächtnislauf in Oberkollbach. Das Duell geht weiter.