28.06.2009: 8. Wildbader Thermenlauf

TSV Schwarzenberg — Abteilung „Na & Nuff“

Nur verflixte 7 Tage nach unserem eigenen Lauf ging’s in der Laufserie des Alb-Nagold-Enz-Cup wieder an den Start. Beim 9. Wildbader Thermenlauf des TSV Wildbad am vergangenen Sonntag machten sich um 10 Uhr in aller Frühe mehr als 100 Läufer — genauer: 102 — auf den Weg, um 4 Runden à 2,5 km hinter sich zu bringen. Viermal ging’s vom Sportplatz aus durch den Wildbader Kurpark entlang der Enz „na & nuff“. Zuerst also mit der Strömung, danach gegen die Strömung. Von den Klippen ganz zu schweigen.

Von Schwarzenberger Seite aus waren in diesem Hauptlauf diesmal nicht weniger als 3 Läufer am Start. Also nicht mehr als Tomi, Jörg und Sissi. Der mögliche vierte Läufer, Fred, hatte hingegen sein Trainingslager auswärts aufgeschlagen, genannt Urlaub, und konnte somit nicht dabei sein. Und die weiteren Läufer, die sich ansonsten immer im orangenen Trikot der Reute-Läufer von ihrer besten Seite zeigen, hatten wohl zu viel Bammel vor Katharina oder Mirjam, den beiden schnellsten Läuferinnen. Sie kennen weder die eine, noch die andere?

Katharina, die sich auch sehr gerne Charlotte nennt und noch weiter Becker, ist das Aushängeschild in der regionalen und sogar überregionalen Laufszene. So war sie zum Beispiel die Allerschnellste am 12. Oktober 2008, als — ebenfalls in Wildbad — die „Baden-Württembergischen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km“ stattfanden. Damals, auf einer etwas anderen Strecke innerhalb Wildbads, lief sie die 10 km in 35:31 min, nun am Sonntag benötigte sie für diesen Trainingslauf — anders kann man es bei ihr nicht nennen — 37:58 min. Zum Vergleich: der männliche Sieger des Thermenlaufs, Rico Loy, ebenfalls TSV Wildbad, war nach 34:32 min im Ziel. Alles Zeiten, von denen nicht nur Sissi nicht einmal träumen könnte — dies wäre ja auch zu vermessen.

Mirjam Faßnacht, die Zweitplatzierte des 25 Frauenpower starken Teilnehmerfelds, war in der Vorwoche in Schwarzenberg in einer Zeit von 40:14 nicht toppen. Und auch am vergangenen Sonntag lief sie nur drei Sekunden langsamer. Sissi kannte sie vor allem „kurz von vor“ der vierten Runde her. Unmittelbar vor Erreichen des Sportplatzs und bevor es in die alles entscheidende vierte Runde ging, hatte er sie nämlich urplötzlich vor sich gehabt. Über diesen Anblick lässt sich nicht streiten. Aber schreiben, dass es eine verdammt harte vierte Runde war, um an ihr und auch den weiteren Läufern, die zum Überholen angesetzt hatten, dran zu bleiben. Doch hart wie er manchmal (gegen sich) ist, schaffte er das Wunder von Wildbad und kam schließlich erst kurz vor Erreichen der 40-Minuten-Marke zum Stillstand, also im Ziel an. Nicht übel. Aber genau dies beschreibt auch seinen körperlichen Zustand zu diesem Zeitpunkt…

Tomi und Jörg hingegen ließen es bei schwülen Temperaturen ein kleines bisschen langsamer angehen:

Name Verein Platzierung nach
Geschlecht
Platzierung nach
Altersklasse
Zeit
Rico Loy TSV Wildbad 1. 1. 34:32
Katharina Becker TSV Wildbad 1. 1. 37:58
Sissi   17. 6. 39:48
Mirjam Faßnacht SV Oberkollbach 2. 1. 40:17
Tomi   31. 7. 43:48
Jörg   40. 8. 44:28

Doch der eigentlich Clou kommt erst noch. Jetzt! Denn was Papi nicht schaffte, schaffte Dennis lockerflockig. Denn bei den 13-jährigen Schülern konnte Dennis Stockburger großen Schrittes das oberste Stockwerk des Siegertreppchens erklimmen. Sprich, die großen Schritte legte er im Schülerlauf auf der 1,6 km langen Strecke zurück in einer Zeit von 7:42 min. Somit konnte er seinen 22 Mitläufern und 26 Mitläuferinnen vorauslaufen und 10 Sekunden vor allen anderen im Ziel sein. Und wer schon einmal Formel 1 geschaut hat, der weiß, was 10 Sekunden bedeuten — eine Ewigkeit! Und somit herzlichen Glückwunsch, Dennis!

Dennis

Dein Vater wäre stolz auf sich, wenn er auch mal so große Schritte machen könnte wie Du :) !