6. Juni 2010:
7. Schwarzenberger Reute-Lauf

TSV Schwarzenberg —
Abteilung „7. Schwarzenberger Melonenwetter“

Wow, was für ein grandioses Wetter am vergangenen Sonntag! Wie geschaffen, um nichts zu schaffen. Einfach nur die Sonne anzuhimmeln und die Seele baumeln zu lassen. Wie geschafft mussten deshalb die 232 kleinen und großen Läufer gewesen sein, die sich an jenem Tag ihre Sohlen heiß gelaufen hatten — beim 7. Schwarzenberger Reute-Lauf unter der gnadenl- äh grandiosen Schwarzenberger Sonne.

Eine Sonne, die also eher das Eis zum Schmelzen gebracht hätte, als dass man es rechtzeitig auf der Zunge hätte zergehen lassen können. Hatte es sich vielleicht herumgesprochen, dass es neben den obligatorischen Äpfeln und Bananen wieder — wie im Vorjahr — Wassermelonen geben würde, um seinen Wasserhaushalt nach einer solchen Hitzeschlacht wieder ins Gleichgewicht zu bringen? Genau an dieser Stelle ein riesengroßer Dank für diesen Leckerschmaus an die „Sonnenblume“ in Schömberg, dem netten Naturkostladen mit Geld-zurück-Garantie :-)

232 Teilnehmer waren also am Start, mehr als jemals zuvor. Cirka Hälfte davon waren Kinder und Jugendliche. Die jüngsten Teilnehmer waren Annabell, Francesca und Luca vom WSV Schömberg, gerade mal fünf Jahre alt. Der älteste Starter mit 71 Jahren Bernd Neunecker von der LTG Kämpfelbach, der im vorigen Jahr nur vom heute 82-jährigen Otto Schwab „überboten“ worden war, ebenfalls im Hauptlauf über 10 km! Klar, dass Bernd in seiner Altersklasse unangefochten den 1. Platz belegen konnte und darüber hinaus mehr als ein Dutzend „Jungspunds“ hinter sich lassen konnte!

800 Meter

Den Anfang machten allerdings die jüngsten. Um Punkt 9.30 Uhr ging es für sie vom Sportheim aus in einer großen Runde um den Sportplatz herum und wieder zurück zum Start/Ziel-Bereich, insgesamt 800 Meter. Jeweils 17 Kinder waren in den beiden Altersklassen am Start, in der jüngeren gleich 10 Kinder vom WSV Schömberg. Und zwei von ihnen hätten nicht nur Hand in Hand zum Start laufen können, sondern kamen zudem beinahe zeitgleich im Ziel wieder an. Des Rätsels Lösung: die Zwillinge Tim und Lea trennte im Ziel nur eine Sekunde voneinander (diesmal war also Lea keine zwei Minuten „langsamer“…), aber mehrere Sekunden auf ihre „Verfolger“. Im älteren Jahrgang auf der selben Strecke konnten sich Luisa von der Skizunft Calmbach und Nils vom TSV Wildbad die ersten Plätze unter den acht bzw. neun Kindern erlaufen.

2,5 Kilometer

Eine halbe Stunde später, um 10 Uhr, ging es sogar für die doppelte Anzahl an Kindern und Jugendlichen rund. Nämlich auf einer 2,5 km langen Runde in den Wald hinein. Zuerst ansteigend & anstrengend, danach entsprechend abwärts, aber angesichts des Aufstiegs nicht weniger anstrengend. Puh, hört sich das wieder kompliziert an. Doch es geht noch weiter. Auch hier gab es nämlich wieder zwei Altersklassen mit getrennter Wertung: die „Schüler C“ im Alter von 10 bis 11 Jahren und die 12- bis 13-jährigen „Schüler B“. Neben den 27 bzw. 35 Startern dieser beiden Altersklassen gab es noch drei Teilnehmer der „Schüler A“, die sich für diese Strecke statt für den 5 km - Lauf entschieden hatten. Soweit das Kleingedruckte…

Die schnellsten über 2,5 km in der jüngeren Altersklasse waren Paula vom WSV Schömberg — nur einen Wimpernschlag vor ihrer Vereinskameradin Hannah — und Tom vom SC Neubulach. In der älteren Klasse „Schüler B“ gab es bei den Mädchen wiederum einen Zwillingserfolg. Silia erreichte nur ein paar Sekunden vor Ruth ins Ziel. Beide übrigens für das „Team REST“ startend, denn mit Bruder Timon und Papa Michael waren noch weitere Familienmitglieder am Start, jedoch nicht alle — der große REST eben…

Bei den 12- bis 13-jährigen „Schülern B“ konnte man fast schon vorhersagen, wer hier das Rennen machen würde. Aber klar, wer ein solch großes Instrument spielen kann wie die Tuba und somit wie Papa, der hat auch genügend Puste, um als schnellster ins Ziel zu kommen. Kurzum: Frederik gewann hier vor Felix und vor Jan — und somit belegte der WSV Schömberg mit & in dieser Klasse alle drei Plätze auf dem Siegerpodest. Übrigens war hier der TSV Schwarzenberg mit seinen Jugendspielern ebenfalls ganz stark vertreten! Und wer weiß, wenn sie in den nächsten Trainingseinheiten mal den Ball links liegen lassen, vielleicht können sie diese drei Plätze im nächsten Jahr unter sich ausmachen… Aber Fuß-Ball-Training ohne Ball?

10 Kilometer

Dann, um 10.45 Uhr, war es soweit! 26 Teilnehmer über 5 km = 1 Runde und 107 Teilnehmer über zwei Runden hatten sich startklar gemacht, um der Sonne und der Höhenmeter zu trotzen — cirka 100 Meter pro Runde. Und das bei diesen Temperaturen! Da mussten diese wagemutigen Läufer ihre Kräfte entsprechend dosieren, um genügend Kraft für den Endspurt zu haben. Besonders eindrucksvoll gelang dies Holger Reichert, der für die LG Badenova Nordschwarzwald am Start und als Allerschnellster im Ziel war. Mit großem Vorsprung von exakt einer Minute konnte er den Hauptlauf in 35:24 min gewinnen! Unter diesen Bedingungen eine besonders starke Leistung.

Um einen Rang gegenüber dem Vorjahr hatte sich Ronny Seifert vom SV Rotfelden verschlechtert. Ver-schlecht-ert? — Nein, dies ist natürlich der falsche Ausdruck. Denn wer sich nicht verrechnet hat, weiß nun, dass Ronny im nächsten Jahr höchstens Dritter werden wird… 20 Sekunden nach Ronny Seifert kam Holgers Teamkamerad Thomas Gigl kam ins Ziel. Mit 36:44 Minuten hatte er wiederum einen Vorsprung von genau einer Minute vor dem Viertplatzierten & Vielfachläufer Armin Gotsch vom VfL Ostelsheim.

Bei den Damen gab es über die 10 km - Strecke auf den ersten beiden Plätzen nichts Neues gegenüber dem Vorjahr. Mirjam Fassnacht belegte wieder den 1. Platz in einer Zeit von 41:03 min vor ihrer Vereinskollegin Regina Vielmeier in 42:45 min. Nur wenige Sekunden langsamer war ihr Nora Kusterer auf der Spur, ebenfalls eine Vereinskameradin — Dreifachtriumph für den SV Oberkollbach! Nora brauchte lediglich 42:58 min und war somit weit über 5 Minuten schneller als noch vor 2 Jahren. Mal schauen, in welcher Reihenfolge sie beim nächsten Lauf zum Alb-Nagold-Enz-Cup, am 27. Juni in Wildbad, die ersten drei Plätze belegen werden. Oder wird zum Beispiel Martina Kugele vom Lauftreff Altburg als Viertplatzierte des Reute-Laufs in diese Phalanx hineinstoßen können? Es wird also spannend.

5 Kilometer

Im Lauf über eine Runde, also über 5 Kilometer, gab es insofern eine Überraschung, dass der „Abonnement-Sieger“ auf dieser Distanz, Harald Kopp vom Lauftreff Sulz am Eck, nach Sebastian Braun vom TSV Wildbad einlief. Allerdings lief Sebastian (schöner Name, oder? ;-) in seiner eigenen Klasse, Jugend B, so dass Harald in seiner Zeit von 18:35 min den so genannten Einsteigerlauf gewinnen konnte. Schnellste Frau hingegen war Nicole Stickel vom 1. FC Egenhausen.

Außerdem gab es auf dieser Strecke noch die Wertung „Schüler A“ (14 bis 15 Jahre). Im Gegensatz zum vorherigen Lauf in Neubulach musste sich Lokalmatador Dennis Stockburger in 21:53 min diesmal seinem „großen Konkurrenten“ Louis Strasser von der LG Calw geschlagen geben, der diese Wertungsklasse in 20:40 min gewinnen konnte. Dritter wurde hierbei Bastian Weik vom SV Rotfelden, der nach 24:08 min wieder im Ziel war — dort, wo zur Belohnung die anfangs erwähnten Melonen auf alle Läufer warteten. Egal, wie schnell oder weniger schnell sie waren!

Und was gibt es Schöneres, als diesen Bericht mit einem solch schönen Zitat abzuschließen, als Rückmeldung zu unserem 7. Schwarzenberger Reute-Lauf unter der auch dieses Mal wieder ganz besonders heißen Sonne für ganz besonders heiße Sohlen:

„… über euren Lauf gibt es überhaupt nichts zu meckern, und für die Hitze könnt ihr ja nix. Alles war bestens: die Verpflegung während und nach dem Lauf, die Kuchentheke, die Siegerehrung, die Preise…“

Na also, klappt doch! :-)

Holger und Mirjam
Gesamtsieger Reute-Lauf 2010: Holger Reichert & Mirjam Faßnacht


... was noch fehlt sind weitere Bilder. Genauer: sie sind noch nicht online.
Denn sie gibt es bereits — Dank Bernhard!