12. Juni 2011:
8. Schwarzenberger Reute-Lauf

TSV Schwarzenberg —
Abteilung „Freddy lief allen voraus!“

Insgesamt 181 Teilnehmer konnte der TSV Schwarzenberg am Pfingstsonntag zu seinem 8. Reute-Lauf auf seiner Sportanlage begrüßen. Damit waren es zwar knapp 50 Läufer weniger als im Vorjahr. Doch weil der Termin diesmal auf einen Feiertag und den Beginn der Pfingstferien fiel, war das Organisationsteam um Fred und Patci Dotzek mit der Resonanz sehr zufrieden. Auch das Wetter spielte mit und war mit Temperaturen um 15 Grad für die 61 Läuferinnen und für die fast doppelt so große männliche Teilnehmerzahl bestens geeignet, um die doch relativ anspruchsvollen Strecken zu meistern. In diesem Jahr war der Reute-Lauf zugleich der dritte von sieben Wertungsläufen des Alb-Nagold-Enz-Cups, der Laufserie im Kreis Calw. Drei Wochen zuvor fand der Wildbader Thermenlauf statt, in vier Wochen der Herrenalber Stadtlauf. Wer an mindestens vier Läufen teilnimmt, kommt automatisch in die Cupwertung, dessen Siegerehrung am 12. November traditionell in Oberkollbach stattfinden wird.

800 m

Wie in den Vorjahren gingen beim Schwarzenberger Reute-Lauf die jüngsten zuerst auf ihre Strecke. Bereits um 9.30 Uhr mussten sie in einer großen Runde um den Sportplatz herum 800 Meter zurücklegen. Die jüngste unter den 28 Kindern, Jule Keppler von den Speedies des SV Oberkollbach, feiert erst im Juli ihren 4. Geburtstag! In der jüngsten Wertungsklasse waren die Zwillinge Lea und Tim Nechwatal, die mit insgesamt 18 weiteren Läufern des WSV Schömberg teilgenommen hatten, wie bereits im Vorjahr die schnellsten. In der Wertungsklasse der etwas älteren Kinder (Schüler D, Jahrgänge 2002 und 2003) liefen Tobias Ehnis (LG Kernen)  und Patrick Bernecker (TSV Schwarzenberg) zeitgleich ins Ziel, nur ganz knapp gefolgt von Jonas Schütz (ebenfalls TSV Schwarzenberg). Bei den Mädchen der Schüler D kam Miriam Talmon-Gros (TAGRO-Motorsport) auf den 1. Platz vor den zeitgleich eingelaufenen Vivien Bott aus Höfen und Kira Schreiber (VfL Stammheim).

2,5 km

Eine halbe Stunde später ging‘s im Schülerlauf auf eine bereits 2,5 km lange Strecke. Sie führte vom Start/Ziel beim Sportheim in einer Runde durch den Wald hindurch. Zuerst ansteigend, dann flach und schließlich wieder bergab zurück. Altersabhängig gab es auch hierbei zwei Wertungsklassen, jeweils getrennt nach männlich und weiblich. Bei den 10- bis 11-jährigen Kindern (Schüler C) kamen die drei schnellsten aus Kernen, Emberg und Haiterbach bzw. laufen dort in den Vereinen: Manuel Ehnis hatte hierbei in 10:04 min einen Vorsprung von einer Minute auf Patrick Reuthlinger und Nick Hänsel, die beide nur in einem Abstand von vier Sekunden in 11:08 bzw. 11:12 min die Ziellinie überquert hatten. Bei den Mädchen gab es sogar einen Dreifachsieg für die erst kürzlich neu gegründeten „Speedies SVO“, dem Nachwuchs des SV Oberkollbach. Jana Albrecht, Laura Brenken und Jana Keppler liefen hintereinander ein. Jana konnte in 10:34 min sogar einen kleinen Vorsprung gegenüber Laura (11:17 min) und Jana (11:27 min) herauslaufen.

Schülerlauf

In den beiden älteren Jahrgängen, den Schülern B, kommt nun Frederik Kalb ins Spiel, also Freddy oder Freed, wie er von seinen Freunden genannt wird. Auch „Speedy“ würde auf ihn zutreffen. Denn wie bereits im Vorjahr blieb er als einziger auf den 2,5 Kilometern unter 10 Minuten und konnte sich sogar nochmals um genau 20 Sekunden steigern. Nach blitzschnellen 9:14 min war er wieder zurück. Jan Hempel, ebenfalls vom WSV Schömberg, folgte ihm in 10:02 min nur 8 Sekunden vor Collin Haug vom TSV Wildbad. In dieser Wertungsstufe hatte bei den Mädchen wieder ein Speedy des SV Oberkollbach die Nase vorn. Sarah Nestle gewann in 11:35 min vor Katrin Lang vom 1. FC Egenhausen („Laufen ist… besser, als faul en Stollhofa romleia!“). Sie konnte sich in 12:02 min den 2. Platz erlaufen, hauchdünn vor Michelle Mittmann vom TSV Oberhaugstett, die nahezu zeitgleich, lediglich zwei Sekunden langsamer war.

Schülerlauf

5 + 10 km

Um 9.45 Uhr fiel der dritte Startschuss. Diesmal für die 25 Läufer, die sich eine Runde über 5 km und knapp 100 Metern Höhenunterschied vorgenommen hatten, und für die 86 Läufer im Hauptlauf, die diese Runde zweimal zurücklegen mussten über knapp 10 km. Bei 111 Läufern ging es etwas beengt zu im Startbereich. Wer vorne mit dabei sein wollte, musste sich vorne einreihen, um auf dem folgenden schmalen Radweg in Richtung Bieselsberg nicht ins Stocken zu geraten.

Und nun kommt wieder Freddy ins Spiel! Denn die 2,5 km, die Frederik Kalb zuvor gelaufen war, waren ihm wohl 10 km zu wenig. So hatte er sich kurzerhand zusätzlich für den Hauptlauf angemeldet. Damit war er natürlich der mit Abstand jüngste Teilnehmer unter den 86 Läufern und — nun kommt’s — lief in einer unglaublichen Zeit von 39:10 min als 10. über die Ziellinie! Von einer solchen Zeit unter 40 Minuten auf einer solchen Strecke kann ein „normalsterblicher Läufer“ sein ganzes Leben lang nur träumen… Wirklich ein außergewöhnliches Talent, das die Biathleten des WSV Schömberg in ihren Reihen haben. Herzlichen Glückwunsch, Freddy!

Ein klein wenig älter ist hingegen der Gesamtsieger im Hauptlauf: Altersklasse „m45“. Idalecio Ferreira vom Lauftreff Sulz am Eck, gewann in einer Zeit von 35:20 min. Doch es war eng. In einem spannenden „Dreikampf“ konnte er sich knapp gegen Thomas Gigl (35:25 min) von der LG Badenova Nordschwarzwald und Ronny Seifert (35:32 min) vom SV Rotfelden durchsetzen. Thomas und Ronny hatten bereits im Vorjahr den zweiten und dritten Platz belegt, nun jedoch untereinander die Plätze getauscht.

Bemerkenswert bei den Frauen war die Leistung von Regina Vielmeier, die für den SV Oberkollbach läuft. Denn sie war noch am Vorabend, mit Start um 18.30 Uhr, einen Halbmarathon gelaufen, sogar in persönlicher Bestzeit von genau 1,5 Stunden! Kaum ausgeschlafen und wohl noch weniger ausgeruht, stand sie in Schwarzenberg erneut an einer Startlinie und war nach 41:57 min als schnellste Frau wieder zurück! Regina und Idalecio durften sich als Gesamtsiegerinnen jeweils über einen Essensgutschein freuen, den das Landgasthaus Oesterle in Schwarzenberg gespendet hat. Hierfür vielen Dank!

Die zweitschnellste Frau, Claudia Waidelich von der Skizunft Calmbach, unterbot ihre Vorjahreszeit um zweieinhalb Minuten und erreichte somit exakt die Zeit, die Martina Kugele vom Lauftreff Altburg beim 7. Reute-Lauf erzielt hatte, nämlich 43:45 min. In diesem Jahr war Martina nur 13 Sekunden langsamer und schaffte es damit auf den 3. Rang über die 10 km.

Den Einsteigerlauf über 5 km, der nicht in verschiedene Altersklassen unterteilt ist, konnte erneut Harald Kopp vom Lauftreff Sulz am Eck für sich entscheiden. Der Spezialist über diese Distanz vom LT Sulz am Eck toppte seine Vorjahreszeit um über eine halbe Minute und gewann in 17:59 min vor dem „Weiss’schen Kenianer Stammheim“ Michael Hammann (21:27 min) und vor Ruben Windecker, FFW Edelweiler (21:31 min). Iris Bauer, ebenfalls von den Stammheimer Kenianern, entschied die Frauenwertung über diese Distanz in 23:07 min. Zwei Minuten später folgte Sabine Schauer aus Keltern (25:02 min) und ebenfalls in einem Abstand von zwei Minuten die Drittplatzierte, Regine Hipp vom SV Oberkollbach (27:13 min).

Wie bereits vor zwei Jahren beim 6. Schwarzenberger Reute-Lauf, bewies der älteste Teilnehmer Otto Schwab erneut, dass man auch noch im hohen Alter wie eine Gazelle laufen kann. Denn er, von der „Gazelle Pforzheim“, nutzte die gemäßigten Temperaturen des vergangenen Sonntags, um seine damalige Zeit um fast genau sieben Minuten zu unterbieten! Denn Otto Schwab brauchte in diesem Jahr für die 10 (!) Kilometer lange Strecke lediglich 52:06 Minuten. Sein Jahrgang: 1928!

Mit der anschließenden Siegerehrung, bei der es für die Kinder kleine Geschenke und für alle Altersklassensieger eigens bedruckte Handtücher gab, fand auch der 8. Schwarzenberger Reute-Lauf sein Ende und der TSV Schwarzenberg freut sich schon jetzt auf ein Neues im nächsten Jahr — wie Gerhard Knöller, einer der Teilnehmer:

„Hallo nach Schwarzenberg, besten Dank für den wie immer tollen Lauf. Besonders erwähnenswert sind Eure nicht zu überbietenden Urkunden. Nicht nur farbig, sondern auch mit Erinnerungsfotos aus vorherigen Läufen. Dazu noch ein perfektes Laufwetter. Ihr alle habt ein dickes Lob verdient. Wir sehen uns wieder in 2012. Sportliche Grüße aus dem Murgtal!“ (s. Gästebuch)

 

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer und an folgende Firmen und Personen, die in vielerlei Hinsicht „zum Gelingen dieser gelungenen Veranstaltung“ beigetragen haben:

  • Gottlieb Linder, KFZ-Reparaturen (Schwarzenberg), Thomas Bott Tor- und Zaunbau GmbH (Langenbrand), Linder Uhren (Schwarzenberg), Tabak & Lottolädle Werner Reischl (Schömberg), Schaible Getränke (Schwarzenberg), Ehnis Bau (Schwarzenberg), Kommerau Fußbodenbeläge (Schwarzenberg)
  • dem Landgasthaus Oesterle, Schwarzenberg, für die bereits erwähnten Essensgutscheine
  • Maatex Textildruck, Monakam, für die lächelnde Bedruckung der Siegerhandtücher
  • dem Naturkostladen Sonnenblume in Calmbach für die schmackhaften Bio-Melonen und -Bananen
  • den „Schwarzenberger Kaffee-Tanten“ (ein Teilnehmer: „Gruß von meiner Frau, hier gab es endlich mal ein richtig guten Kaffee!“)
  • dem DRK-Ortsverein Schömberg-Schwarzenberg (der selbe Teilnehmer: „Speziellen Dank an den Sani, der meine Tochter nach ihrem Sturz verpflastert hat.“)
  • der FFW Schwarzenberg für die Streckenaufsicht
  • Bernhard Siebner für die vielen, vielen Bilder
  • Klaus Erlenmaier und sein ganzes Team für die Zeitnahme
  • Jürgen Kranzl für seine erkältete, jedoch schützende Hand bei der EDV-Auswertung
  • Peter Nothacker, auch wenn er krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte
  • … und allen weiteren hier nicht aufgeführten, aber ebenso unentbehrlichen Helfern!
  • Ach ja, und natürlich ein großes Dank an Patci & Fred, die mich daran erinnerten, dass der erste Lauf bereits in einer Stunde beginnen sollte ;-))

Schülerlauf

Alle Bilder: Bernhard Siebner