Am vergangenen Samstag, dem 14. April 2007, war es wieder soweit. Der 2. Straubenhardter Panoramalauf stand vor der Tür. Genauer: 17 km von Schömberg aus entfernt. Und wie im Vorjahr — Stichwort: „Sauer(stoff) macht lustig!?“ — nahmen wir auch dieser Jahr wieder diese Strecke in Lauf, nee, in Kauf, um danach 21 km per Pedes zurückzulegen.
Stichwort „Pedes“. Anni Pede, eine deutsche Leichtathletin, stellte vor 40 Jahren eine Weltbestzeit im Marathonlauf auf. Für die cirka doppelt so lange Strecke als der unsrigen brauchte sie exakt 3:07:26,2 Stunden.
Doch zurück nach Straubenhardt, genauer nach Conweiler zur Straubenhardt-Halle. Dort war an diesem sonnigen Samstag Start und Ziel für die verschiedenen Läufe. Darunter neben dem besagten Halbmarathon auch ein 10 km Lauf. Alle Hoffnungen ruhten hierbei auf Matthias Schürmann. Anstatt sich in der AH des TSV Schwarzenberg bei einem Match gegen Oberreichenbach auszuruhen, hatte er seine Kickschlappen gegen Laufschuhe ausgetauscht und bestritt seinen ersten (Wettkampf-) Lauf überhaupt. Und tatsächlich, er kam im Ziel an :-) Oder etwas weniger im Spaß ausgedrückt: mit seinen 55:54 min war er sicherlich sichtlich zufrieden. Und mit dem kostenfreien Erdinger Weißbier, das auf die Sportler im Ziel wartete, sicherlich noch sichtlicher …
Eine Viertelstunde nach den 10 km Läufern ging es auch für die Halbmarathonis auf die Piste — dabei den Gedanken verdrängend, in dieser unglaublichen Mittagshitze viel lieber in einem Schaukelstuhl schaukeln zu wollen und sich mit einem kühlen Bananenshake abzukühlen. Doch da mussten wir durch: Jörg, Fred und Sissi.

Aufnahme: Yvonne Kunadt, Pforzheimer Zeitung. Danke!
Im Vergleich zum Vorjahr führte die Strecke zwar auch wieder an der Schwanner Warte vorbei, nun jedoch nicht mehr in zwei großen Schleifen auf nahezu identischen Wegen. Stattdessen ging es erst nach zwei Aufwärmrunden zur Schwanner Warte hinauf, in einer größeren Schleife durch den Wald hindurch wieder zurück, danach zum dritten Mal bei Gegenwind über eine Schotterpiste zur Schwanner Warte und schließlich in einer gekürzten Variante durch den schattenspendenden Wald hindurch zurück in Richtung Ziel. Also ziemlich kompliziert.
Doch diese geänderte Streckenführung war wohl weniger der Grund, wieso wir ein paar Minuten später als im Vorjahr das heiß ersehnte Ziel passieren konnten. Neben dem um 35 Metern auf 340 Metern erhöhten Höhenunterschied war es wohl vielmehr die Hitze, die auch so manch anderen Läufer lahm legte oder zumindest lahmer laufen ließ. Aber unter den cirka 270 Läufern sind ein 21. Platz für Sissi (1:36:50 h) und ein 28. Platz für Fred (1:37:37 h) doch einigermaßen passabel. Nicht wahr, Jörg? ;-) Er kam etwas später im Ziel an, so dass das Erdinger Gebräu wohl schon etwas warm geworden war...
… doch der nächste Lauf kommt bestimmt. Nämlich der 3. Neubulacher Stadtlauf am Samstag, 5. Mai 2007. Schaun mer mal, ob die hitzige Sonne bis dahin ein wenig von ihrer Strahlkraft verloren hat und uns die 10 km etwas leichter fallen werden.
Bleibt am Schluss nur noch auf den Anfang zu verweisen. Von Schömberg nach Conweiler sind es 17 km. Auch daran sollte man beim Start über die bevorstehenden 21 km nicht denken. Denn erst dann wird man sich der „Laufweite“ erst so richtig bewusst…