Hans Jürgen Schlotter stellt sich New Yorker Wahnsinn

Ultraläufer aus Sulz am Eck möchte für die 3100 Meilen weniger als 51 Renntage benötigen

Hans Jürgen Schlotter

(lei). Von 11. Juni bis 1. August geht ein ungewöhnliches Rennspektakel über 3100 Meilen an maximal 51 Tagen in New York auf einer 883 Meter langen Runde mit einem täglichen Zeitfenster von 18 Stunden über die Bühne. Es ist ein reines Einladungsrennen. Dieser Herausforderung stellt sich Hans Jürgen Schlotter, der Ultra-Mann des Lauftreffs Sulz am Eck. Nach mehreren Etappenläufen, einer Deutschlanddurchquerung (1205 km), sechs Tagesläufen mit 802 Kilometern und einem Kontinentallauf (5035 km) wird das ein Meilenstein in seiner Läuferkarriere. Kurz vor dem Beginn dieses Spektakels, von manchen als Irr- oder gar Wahnsinn bezeichnet, liegt eine sechs Monate lange und harte Vorbereitung hinter ihm, so absolvierte er Laufeinheiten bis 45 Kilometer zwei- bis dreimal in der Woche. Im Januar ist er in das Training eingestiegen, hat den Umfang Monat für Monat auf 1000 Kilometer gesteigert. Hinter ihm liegen viele Trainingskilometer und einige Laufschuhe, vor ihm zehn Paar neue Schuhe als wichtigstes Werkzeug, muss er doch täglich 60 Meilen bewältigen. Zudem hat er spezielle Nahrungsmittel im Gepäck, auf schwäbische Leckereien muss er aber verzichten. Schätzungsweise braucht er 8000 Kalorien und mehrere Liter Flüssigkeit am Tag. Schlotter wird seine bewährte Taktik einsetzen, in den ersten drei Wochen kaum mehr als 100 Kilometer täglich laufen, um den Körper an die Strapazen zu gewöhnen. Sollte keine Verletzung oder Ermüdung kommen, setzt er auf seine Ausgeglichenheit und will die 51 Lauftage unterbieten.

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